Die Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen

Die Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen liegt im westlichsten Stadtteil der Stadt Nettetal im Kreis Viersen. Die Grenze zu den Niederlanden ist leicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Unsere Schule ist also „die letzte Grundschule vor der Grenze“. Die Schule liegt in einem Schulzentrum, zu dem auch eine Realschule gehören. Dazu gehört auch eine nahegelegene Turnhalle, die von unserer Schule und örtlichen Sportvereinen genutzt wird. Im benachbarten „NetteBad“ erteilen wir an einem Tag in der Woche Schwimmunterricht.
Das Ortszentrum von Kaldenkirchen ist zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen, so dass Unterrichtsgänge dorthin problemlos möglich sind. Im Ortskern liegen auch die katholische und die evangelische Kirche, in der die Schulgottesdienste für unsere Schüler stattfinden.
Zum Einzugsgebiet unserer Schule gehören fünf Kindergärten, von denen einer integrativ arbeitet. In Kaldenkirchen gibt es neben unserer Grundschule noch eine katholische Grundschule.

Unser Leitgedanke

Wir wollen jedem Kind in der Gemeinschaft mit anderen seinen Lernweg eröffnen. Dabei soll es sein Lerntempo bestimmen und vor allem seine Lernfreude erhalten.

SCHULEN SIND FÜR KINDER DA UND ZWAR IMMER FÜR DIE,
DIE WIR GERADE HABEN UND NICHT FÜR DIE,DIE WIR UNS WÜNSCHEN! (Erwin Klinke, Peter-Petersen-Schule, Köln)

Es ist uns besonders wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, so verschieden sie auch sein mögen, an unserer Schule wohlfühlen. Sie sollen gemeinsam mit Freude, Neugier und Anstrengungsbereitschaft – ohne Angst vor Fehlern – arbeiten und einander helfen bzw. unterstützen. Die Umsetzung dieses Leitgedankens prägt unseren Schulalltag wesentlich. Unser Konzept von Unterricht fußt darüber hinaus auf den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW und bezieht Ergebnisse aktueller Forschung ein. Auf diese Weise wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler zu selbstbestimmten, handlungsorientierten und offenem Lernen befähigen.

Naturparkschule

„Sage es mir und ich vergesse es. Zeige es mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich behalte es.“ (Maria Montessori)
Neben dem handlungsorientierten Arbeiten im Sachunterricht ist auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung ein wichtiger Bestandteil der Grundschule. Schule ist ein Ort der Gemeinschaft, in der alle aufeinander angewiesen sind und gemeinsam mehr erreichen können. Statt gegen die Natur zu handeln, ist das Ziel mit ihr zu handeln. Denn Nachhaltigkeit ist in vielerlei Hinsicht bereichernd und fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Um nachhaltig leben zu können, brauchen Kinder das Wissen, Kenntnisse und Werte, welche zur Bildung von nachhaltiger Entwicklung beitragen.
Durch die Lage der Schule im Naturpark Schwalm-Nette, sind viele Voraussetzungen für handlungsorientiertes und nachhaltiges Lernen gegeben. So kann zum Beispiel der umliegende Wald zum grünen Klassenzimmer werden.
Aufgrund dessen kooperieren wir mit dem Naturpark Schwalm-Nette und wurden als „Naturpark-Schule“ zertifiziert. Jede Jahrgangsstufe führt dazu mindestens einmal im Jahr eine Exkursion und intensive Beschäftigung mit einem naturwissenschaftlichen und lebensnahen Thema an einem außerschulischen Lernort im Naturpark Schwalm-Nette durch.

Gesunde Schule

Gesundheit und Wohlbefinden sind Voraussetzung für Leben, Arbeiten und Lernen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, auf vielfältige Weise gesundheitsförderliche Inhalte und Aktionen umzusetzen. In unserer Schule achten wir deshalb ganz besonders auf:

  • Schulfrühstück
  • Schulobst
  • Alles rund um die Gesundheit
  • Zahngesundheit
  • Besuch des Schulzahnarzt
  • Präventionsprogramme
  • Bewegungsprogramme

GUTE GESUNDHEIT UNTERSTÜTZT ERFOLGREICHES LERNEN,
ERFOLGREICHES LERNEN UNTERSTÜTZT DIE GESUNDHEIT,
ERZIEHUNG UND GESUNDHEIT SIND UNTRENNBAR. (Desmond O’Byrne)

Bewegungsfreudige Schule

Um eine ganzheitliche Entwicklung zu fördern, reduzieren wir das Lernen nicht auf den Kopf. Durch Bewegung erfahren unsere Schülerinnen und Schüler mehr über sich selbst, lernen den Umgang mit anderen und entdecken ihre Umwelt. Dieser Leitgedanke der bewegungsfreudigen Schule integriert unseren Schulsport in ein Gesamtkonzept von Bewegung, Sport und Spiel im gesamten Schulleben.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen auf vielfältige Weise

    • ihre Wahrnehmungsfähigkeit verbessern und ihre Bewegungserfahrungen erweitern,
    • sich körperlich ausdrücken und Bewegungen gestalten,
    • etwas wagen und verantworten,
    • das eigene Leistungsvermögen erfahren, um dieses einschätzen zu können,
    • kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen,
    • ihre Gesundheit fördern und ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln.

Diesen Zielen werden wir auf unterschiedlichen Wegen gerecht: im Sportunterricht, in Bewegungsstunden, beim Sportfest, durch die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, im Unterricht und durch die Gestaltung der Schule als Bewegungsraum.

Fördern und Fordern

Unsere Schülerinnen und Schüler bringen hinsichtlich ihrer Begabungen und Neigungen, ihres Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit in die Schule. Wir freuen uns über diese Vielfalt und möchten das Potenzial jedes einzelnen Kindes unter Berücksichtigung seiner Persönlichkeitsentwicklung so fördern und fordern, dass es individuell erfolgreich lernen kann.

Daher ist es uns nicht nur ein Anliegen, die Stärken und Schwächen unserer Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erkennen, sondern auch in unterschiedlichen Bereichen differenzierte Lernangebote zu machen, die sich Kinder durch selbstgesteuertes Lernen erschließen können. Dabei erachten wir eine vertrauensvolle und wertschätzende Atmosphäre als Grundvoraussetzung für jegliche Lern- und Persönlichkeitsentwicklung im gemeinsamen Miteinander.

JEDES KIND IST ANDERS.
JEDES KIND LERNT ANDERS.
JEDES KIND BRINGT ANDERE VORAUSSETZUNGEN MIT.

Individuelle Förderung umfasst nicht allein die konsequente Berücksichtigung der Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes bei der Planung und Umsetzung von Lernangeboten. Von Beginn an geht es auch um die soziale und persönliche Entwicklung des Kindes. Wir möchten das Selbstbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler stärken und ihre Eigenständigkeit im sozialen Miteinander mit anderen Kindern fördern.

Damit wir alle Schülerinnen und Schüler in ihrem individuellen Lernprozess bestmöglich unterstützen und begleiten können, ist es für uns unerlässlich die Stärken und Schwächen jedes Kindes zu erkennen. Erst dann können wir eine angemessene individuelle Förderung realisieren.

Deshalb

  • beobachten wir unsere Schülerinnen und Schüler fortlaufend, um ihren jeweils aktuellen Entwicklungsstand festzustellen.
  • ermitteln wir fächerbezogen ihre Lernvoraussetzungen, um ihre individuellen Stärken herauszufinden und die Ursachen für mögliche Lernschwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen.
  • nutzen wir ihre Fehler, um Rückschlüsse über den Lernstand eines Kindes zu ziehen.
  • motivieren wir unsere Schülerinnen und Schüler, indem wir ihnen Hilfestellung geben, sie unterstützen und immer wieder ermutigen.
  • arbeiten wir in den Klassen 3 und 4 mit dem Konzept der Lernzeiten

Offene Lernformen

Jedes Kind kommt mit ganz individuellen Lernvoraussetzungen in die Schule. So kennen beispielsweise einige Kinder die Buchstaben ihres Namens und können diese schreiben. Andere lesen bereits kurze Texte und schreiben erste Wörter. Auch im mathematischen Bereich können wir immer wieder eine Bandbreite an Fähig- und Fertigkeiten feststellen. Dieser Vielfalt wollen wir an unserer Schule, an der darüber hinaus Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen, entsprechen. Was aber bedeutet dies für die Gestaltung von Unterricht?

Nicht alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse können im Gleichschritt lernen und arbeiten. Auch soll Unterricht in der Grundschule Kindern die Möglichkeit eröffnen, entsprechend ihres Lernstandes vielfältige Kompetenzen zu erwerben und zu trainieren.
Daher wird an unserer Schule der klassische Frontalunterricht durch verschiedene Offene Lernformen (siehe unten) ergänzt. Nur so können wir dem Anspruch, alle Kinder bestmöglichst zu fördern und zu fordern gerecht werden. Außerdem können wir unseren Schülerinnen und Schüler auf diese Weise – orientiert an ihrer Erfahrungswelt – immer wieder Möglichkeiten zum selbstgesteuerten, entdeckenden und ganzheitlichen Lernen ermöglichen.
Durch die Umsetzung unterschiedlicher Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Sitzkreis) fördern wir darüber hinaus das soziale Miteinander. Wir möchten unsere Schüleinnen und Schüler in ihrem Lernprozess so begleiten und unterstützen, dass sie zu leistungsbereiten, leistungsfähigen und kreativen Kindern werden.

Offene Unterrichtsformen

Offene Unterrichtsformen ermöglichen es uns, den Unterricht so zu gestalten,dass jedes Kind individuelle Lernfortschritte machen und vielfältige Kompetenzen erwerben und üben kann.
Bei der Planung entsprechender Unterrichtsmethoden und -angebote berücksichtigen wir daher nicht nur die individuellen Leistungsstände unserer Schülerinnen und Schüler, sondern auch die fachbezogenen Besonderheiten der jeweiligen Lerninhalte.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick der an unserer Schule umgesetzten, offenen Lernformen.